Keramik, Silvia Brütsch-Kägi
 
 

«Zeit ist kostbar - man sollte sie nutzen mit etwas, das Freude bereitet. Und noch schöner, wenn andere auch Freude daran finden.»

 

Schon immer war ich handwerklich sehr interessiert. Eines meiner liebsten Hobbies ist jedoch das Töpfern geworden.

Das Wissen über die Materie und verschiedene Aufbautechniken habe ich mir an Kursen und aus Büchern angeeignet, wobei dies ein unendlicher Prozess ist... Das Arbeiten mit Ton hat mich so erfüllt, dass wir nun soweit eingerichtet sind und die Rohbrände, sowie die Raku Brände in unserer Werkstatt vornehmen können.

 

Was bedeutet Raku?

 

FREUDE, GLÜCK, UNGEZWUNGENHEIT

 

Den Ursprung von Raku finden wir bei einer Teezeremonie in der jahrhunderalten japanischen Zen-Kultur, einer fernöstlichen Philosophie und Lebensanschauung aus dem 16. Jahrhundert.

 

Das charakteristische Raku-Brennen:

 

Der Ofen wird in kurzer Zeit (2,5 Std.) auf 1000 - 1050 Grad (je nach Glasur) aufgeheizt. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, werden die mit der Glasur gebrannten Stücke mit einer Zange aus dem 1000 Grad heissen Ofen geholt. Durch den enormen Temparaturschock entstehen in der Glasurschicht ganz feine Risse; der typische Craquelé-Effekt.

Nach 10 Sekunden - je nach Grösse des Objektes - werden die glühenden heissen Arbeiten in Sägespäne gelegt und zugedeckt. Anschliessend wird die Kiste ganz verschlossen, um den Sauerstoff zu entziehen. Die Flamme erlischt und Rauch entsteht.

Dieser Rauch dringt in die Glasurrisse ein und hebt das Craquelé-Muster erst richtig hervor. Was nicht glasiert ist wird je nachdem grau bis schwarz.

Nach einer halben Stunde werden die Gegenstände wieder aus den Spänen geholt und mit Stahlwolle und Seife gereinigt.

 

Wann immer die Werkstatt geöffnet ist, stehen die Türen auch für Keramik-Liebhaber offen. Da ich jedoch 100% arbeite, bin ich jeweils erst abends, an Samstagen oder nach Absprache vor Ort.

 

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